Ausstellung = Zuchtschau

Im Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) e.V. gibt es drei verschiedene Arten von Zuchtschauen:
1.) Ortsgruppenzuchtschau (OGZS)
2.) Landesgruppenzuchtschau (LGZS)
3.) SV-Bundessiegerzuchtschau (BSZS)

- Ortsgruppenzuchtschauen finden während des ganzen Jahres -seit 2007 gibt es keine begrenzte Schausaison mehr- an Wochenenden oder Feiertagen statt. Diese werden meistens auf dem Vereinsübungsplatz bzw. in den Wintermonaten -Dezember bis Februar- in Hallen mit tierfreundlichem Belag durchgeführt.
- Landesgruppenschauen werden etwa in der Zeit von Juni bis August ausschließlich an Sonntagen ausgerichtet. Diese können u. a. als Vorbereitung oder „Qualifikation“ für die SV-Bundessiegerzuchtschau gesehen werden, da hier in den meisten Fällen ein Teil der amtierenden Richter dieser Siegerzuchtschau die Hunde bewertet.
- Die SV-Bundessiegerzuchtschau ist eine Großveranstaltung, bei der Schäferhunde aus aller Welt ausgestellt werden. Sie wird einmal jährlich, an einem Wochenende im September, in einem Fußballstadion durchgeführt.

Des Weiteren werden diverse Jugendveranstaltungen durchgeführt, bei denen die Hunde von jugendlichen Hundeführern -im SV bis 21 Jahre- vorgestellt werden:
1.) Ortsgruppenzuchtschau für jugendliche Hundeführer
2.) Schau im Rahmen der LG Jugend- und Juniorenmeisterschaft
3.) Schau im Rahmen der SV Jugend- und Juniorenmeisterschaft

Hündinnen und Rüden werden auf allen Schauen getrennt und in verschiedenen Altersklassen vorgeführt. Seit dem 01.01.2011 werden auch Langhaar-Schäferhunde mit Unterwolle zu diesen Schauen zugelassen. Sie werden mit den gleichen Einteilungen und Bewertungen aber getrennt von den Stockhaar-Hunden gerichtet.

Dies sind im Einzelnen:
- Nachwuchsklasse (NWKL) 9 – 12 Monate
- Jugendklasse (JKL) 12 – 18 Monate
- Junghundklasse (JHKL): 8 – 24 Monate
- Gebrauchshundklasse (GHKL) ab 24 Monate mit bestandener Schutzhundprüfung
- Ab dem 6. Lebensjahr besteht die Möglichkeit, den Hund in der Veteranenklasse starten zu lassen.

Die Hunde müssen sich einer so genannten Standmusterung -Begutachtung des Gebäudes im Stand- und Gangwerksprobe -Begutachtung des Gebäudes in der Bewegung- unterziehen. Ab der Jugendklasse wird eine Schussprobe abverlangt, bei der sich der Hund Schussgleichgültig zeigen muss, um am weiteren Wettbewerb teilnehmen zu können.

Die Bewertungen

Der Deutsche Schäferhund wird auf den Schauen aufgrund seiner Anatomie und Lauffähigkeiten beurteilt. Hauptmerkmale sind hier die Höhe des Widerristes, die Länge und Lage der Kruppe, die Ober- und Unterlinie, die Brustverhältnisse sowie die Winkelungen der Vor- und Hinterhand. Weiterhin fließen Kopf, Augen, Ohren, Gebiss, Behaarung, Farbe etc. mit in die Beurteilung ein.

Nachwuchsklasse:
WE = weniger versprechend, VE = versprechend, VV = viel versprechend
- Beurteilung der Veranlagung des Hundes
- zählt nicht als Zuchtbewertung.

Jugendklasse:
G = gut, SG = sehr gut
- aufgrund des Alters ohne Ausbildungskennzeichen
- zählt ab hier aber als Zuchtbewertung

Junghundklasse:
G = gut, SG = sehr gut
- Ausbildungskennzeichen nicht unbedingt erforderlich, jedoch kann ab dem 18. Lebensmonat die IPO 1 (Prüfungsstufe 1) abgelegt werden.
- Körung ist ebenfalls möglich, wenn der Hund in diesem Ausstellungsjahr das 2. Lebensjahr vollendet.

Gebrauchshundklasse:
G = gut, SG = sehr gut, V = vorzüglich, VA = vorzüglich Auslese wird nur bei Bundessiegerzuchtschauen vergeben
- Ausbildungskennzeichen (mind. IPO 1) muss nachgewiesen werden.
- ab 3 ½ Jahre sollte der Hund eine Körung vorweisen können, um bei entsprechenden Gebäudeverhältnissen die Note V bekommen zu können.
- eine Röntgenauswertung (normal, fast normal oder noch zugelassen) der Hüfte und der Ellenbogen muss in der Ahnentafel vermerkt sein.



Wann kann ich eine Ausstellung besuchen

- Mitgliedschaft im SV ist erforderlich -ebenso für den Hundeführer-
- Der Hund muss im Zuchtbuch des SV eintragen sein.
- Er muss dem Rassestandard des Deutschen Schäferhundes entsprechen (siehe Deutscher Schäferhund).

Einschränkungen sind erlaubt (Fehlen bestimmter Zähne, Einschränkungen im anatomischen Bereich etc.), mit Auswirkung auf die Gesamtbewertung.